Canada 2010

Abenteuerreise Kanada 2010

Der nachfolgende Bericht ist ein Auszug der täglichen Berichterstattung aus unserer Abenteuerreise von Timo, Rolf und Nöbi.


Müde aber glücklich in Kanada angekommen

Montag, 14. Juni 2010

Der Zoll in der Schweiz lies uns mit kleinen Formalitäten auch mit den Tectauchlampen ausreisen.
Kleiner Tipp an alle Reisenden ab Zürich Flughafen: Füllt das neue Formular für das Mitführen einer Tauchlampe zuhause aus. Dies erspart euch beim Zoll etwas Zeit. Trotzdem wurden wir ohne Probleme freundlich durch den Zoll geschleust.

Das Wetter in Kanada hat uns freundlich empfangen und nach diversen kleinen organisatorischen Angelegenheiten geht es am Montag los mit den ersten Wracks die wir erkunden wollen.


Der erste Tauchtag

Dienstag, 15. Juni 2010

Mit der "Seawey Vision" ging es als erstes zu der "Robert Gaskin".
Dieses Wrack liegt auf 20 Meter vor Brockville. Die Sicht war leider nur 10 Meter und nicht wie gewohnt ca. 20 bis 30 Meter . Das etwas, durch die starke Bewölkung verursachte laue Tageslicht tat sein restliches dazu. Trotzdem waren alle guter Dinge, denn jetzt endlich sind wir am tauchen. Der Wetterbericht verspricht auf Morgen einen warmen und sonnigen Tag.

Am Nachmittag ging es zu der "Lilli Parson". Ein Zweimastschoner der im Sturm mit einer vollen Kohleladung auf Grund lief. Die Sicht an diesem Wrack war schon einiges besser. Nach einer Erkundung im Wrackinnern wobei uns ein grosser zutraulicher Wels begleitete und einer kurzen Umrundung liessen wir uns in der rel. starken Strömung rund eine halbe Stunde an den Inseln vorbei treiben. Schöne Felsformationen. Viele Fische wie Zander und Sonnenbarsche beobachteten uns dabei. Wirklich ein schöner Tauchplatz den ich sicherlich nicht das letzte mal betaucht habe .


Der Wetterbericht hatte recht

Dienstag, 15. Juni 2010

denn heute hatten wir ein Traumwetter. Schon am Morgen begrüsste uns die Sonne. Es ging zu der "Daryaw" ein Güterschiff, dass auf dem Kopf auf rund 30 Meter liegt. Während dem Tauchgang gab es für mich eine kleine Schrecksekunde. Wo ist Timo?? Nicht einen Hauch von einem Lampenschimmer war zu sehen. Beim näheren hinsehen erkannte ich eine Reelleine, die bei einer Lucke befestigt war und im dunkeln verschwand. Timo war auf Erkundungstur im Motorenraum. Beruhigt tauchten Rolf und ich weiter und trafen kurz danach wieder auf Timo. Nach einem guten BBQ auf der "Seawey Vision" und einer ausgiebigen Siesta begaben wir uns zum zweiten mal auf das Wrack. Im Dunkel der Ladetäume tummelten sich Fische wie Welse, Aale, Zander usw. Alles im einem, ein gelungener Tag.


Trotz Bewölkung war dies ein geiler Tauchtag

Donnerstag, 17. Juni 2010

Der erste Tauchgang machten wir an der "Muscallonge". Ein Dampfer der nach einem Brand an Bord 1936 gesunken ist. Dieses Wrack liegt auf rund 28 Meter und ist für seinen Fischreichtum bekannt. Dieses Wrack wird von den Kanadiern liebevoll "Maskie" genannt und bescherte uns ein gemütlicher Tauchgang mit vielen Fischen und wenig Stömung.

Der zweite Tauchgang machten wir nochmals bei der Lillie Parson. Ich wollte die 2 Welse fotografieren. Die Bilder wurden leider unscharf . Der Drift danach an den Inseln vorbei war der Hammer. Die Strömung war so strak, dass wir wie ein Jagt-U-Boot durch die Kanyon sausten . Das wird der eine oder andere blaue Fleck geben .
Heute Abend wird grilliert.


Vom Knurren zum Sonnenbaden

Freitag, 18. Juni 2010

So waschen gestandene Männer ab

Wenn drei Männer bei strömenden Regen aufstehen, könnt ihr Euch sicher das geknurre und gebrummle vorstellen . Trotzdem gesagt ist getan. Nach einem kurzem Morgenessen standen wir Punkt 9:00 Uhr auf der Matte. Für heute Morgen stand die J. B. King auf dem Programm. Ein Arbeitsschiff dass nach einer Explosion auf rund 50 Meter gesunken ist. Die Doppelgeräte waren montiert und ab ging es in die Strömung. Nach etwas Hand- und Flossenarbeit kamen wir bei dem Wrack an. Dies war stark durch die Explosion zerstört. Trotzdem gab es viel zu sehen. Das Wasser war so klar wie in einer Quelle. Wir hätten auf 50 Meter keine Lampe gebraucht. Nach rund 20 Minuten Grundzeit ging es auch schon wieder nach oben. Es ist mal was anderes in einer Strömung den Deco abzuhocken. Jeder von uns suchte sich eine Nische als Strömungsschatten und liess von den vorbeischwimmenden Fischen die Zeit vertreiben. Als wir auftauchten begrüsste uns die Sonne und begleitete uns den ganzen Tag.

Am Nachmittag ging es zu der Robert Gaskin. Wir liessen uns auf das Wrack fallen und sind dabei fast eingeschlafen. Rolf fotografierte das Wrack ausgibig und machte den Abwasch.


Vom Morgen bis am Abend nur Sonne

Freitag, 18. Juni 2010

Heute haben wir natürlich wieder 2 schöne Wracktauchgänge gemacht. Der Tagesablauf hat sich derweil langsam eingependelt. Aufstehen, Morgenessen, Fahrt von Preskott nach Brockville, ab aufs Boot, eine gemütliche Bootsfahrt an den schönsten Inseln (1000 Island) entlang. Die 4 "R" geniessen. Was... ihr wisst nicht was die 4 "R" sind. Also REIN ins Wasser RUNTER zum Wrack, nach einem schönen gemütlichen Tauchgang RAUF auf die erste Dekostufe und am Schluss noch RAUS aus dem Wasser . Und das dürfen wir 2 mal am Tag machen. Nachher geht es immer in die Bar in Brockville. Während die Flaschen gefüllt werden geniessen wir unser verdientes Bier. Was für ein Stress


Ein tauchfreier Tag

Sonntag, 20. Juni 2010

Ich weiss, der Bericht kommt etwas spät. Wir waren gestern in der Hauptstadt von Kanada, Ottawa im Ausgang. Am Samstag-Nachmittag trafen wir Heidi und Claudia. Nach einer kurzen Shopingtour ging es als erstes an den Ottawariver zu einem Drachenbootrennen. Da sitzen 20 Leute in einem langen Boot und tretten gegen andere in einem Rennen über eine Meile an. Die Teams bestehen aus verschiedensten Firmen die 2 Tage dafür üben konnten. Ein Riesenplausch für allen Teilnehmer und Zuschauer.
Danach ging es in die Downtown von Ottawa. Heidi zeigte und die verschiedensten Regierungsgebäude und erzählte uns aus der Geschichte von Kanada. Sehr imposante Gebäude. Die Kanadier sind sehr stolz auf ihr Land. Dies bekommt man überall zu spüren.

Am Abend sind wir in die Altstadt in eine Irische Bar mit Livemusik. Nach einem sehr lustigen Abend, die Bilder sind unter Verschluss, ging es auf dem Rückweg in unser kleines Dorf am Fluss.


Endlich wieder tauchen

Dienstag, 22. Juni 2010

Nach 2 langen tauchfreien Tagen freuten wir uns bei warmen und sonnigen Wetter wieder aufs Tauchen. Die Strömung hat deutlich zugenommen. Da hiess es nach dem Sprung ins Wasser "festhalten" . Auf den Nachmittag nahm die Strömung nochmals deutlich zu. Also keine Zeit verlieren und runter auf das in gut 30 Meter liegende Wrack. Wenn man schön im Strömungsschatten des Wracks taucht, gibt es auch ganz gute, nicht verwackelte Bilder.

Den gelungenen Tag haben wir mit einem Apéro mit Bier, Shrimps und einem guten Tip abgerundet.

Habe heute die langersehnte Bestätigung bekommen, dass wir nächste Woche an der "Empress of Ireland" in Rimouski tauchen können. Die Boje sei montiert und wir werden erwartet.


Tauchgang zur J.B.King

Dienstag, 22. Juni 2010

Die J.B.King ist ein Arbeitschiff, dass nach einer Explosion gesunken ist. Es kamen damals auch leider einige Besatzungsmitglieder ums Leben. Der Unfall war eine grosse Tragödie für das damals kleine Städtchen Brockville. Das Wrack liegt gleich neben der Farhrrinne voll in der Strömung. Spätestens bei solchen Tauchgängen lernt man die Strömungsschatten voll auszunutzen. Die Maximaltiefe liegt bei 47 Meter. Der Abstieg war heute etwas erschwerlich. Die Strömung hat auch in diesem Teil des Flusses merklich zugenommen. Unten angekommen konnten wir gut uns vor der Strömung zwischen den grossen Wrackteilen verstecken. Am zweiten Tauchgang haben wir wieder einige neue Wrackteile gefunden. Dazwischen ein grosses Stahlrettungsboot mit Innenborder das kopfüber auf dem Grund lag. Nach rund einer Stunde Tauchzeit nahm uns Kevin mit seiner SeawayVision wieder auf. Am Nachmittag gab es zur Ausnahme mal ein fauler Tag der rege genutz wurde.


Conestoga

Mittwoch, 23. Juni 2010

Ich schreibe diesen Beitrag in einem leich angesäuselten Zustand (Rian coce). Keine Ahnung ob es richtig geschrieben ist. Auf jeden fall handelt es ich um Kanadischen Whisky mit Coke oder mit Ginger ale.

Heute machten wir einen Tauchgang an der Conestoga, einem Wrack, dass wir von Land aus betauchen konnten. Maximaltiefe 7 Meter. Ein absolutes no Go. Wir beliesen es bei diesen Tauchgang und haben für den mornigen Tag vorgesorgt. Morgen geht es mit den "Island Divers" auf die "Keystorm" und die "Amerika". Beide Wracks liegen auf der amerikanischen Seite und wir werden auf einer Insel dafür die Zollvormalitäten über uns ergehen lassen. Nach meiner Erfahrung keine grosse Sache. Die Amerikaner nehmen es halt sehr genau, sind aber auch sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Wir werden sehen.


Tauchen in den USA

Freitag, 25. Juni 2010

Heute stand die USA an. Als wir am Morgen zum verabredeten Standort kamen wurden wir von Chantale freundlich begrüsst. Sie ist eine Frankokanadierin und arbeitet als Guide seit einem Jahr bei den "Islanddivers". Sie fuhr uns als erstes auf die Insel "Heart-Island" wo wir in die USA imigrieren konnten. Nach der üblichen Prozedur wie Fingerabdrücke nehmen, Fotos machen und der grüne Einreisezettel ausfüllen ging es auch schon los in Richtung "Keystorm". An der Boje festgezurrt und schon ging es ab in die Tiefe. Das Wrack liegt schräg abfallend zwischen 5 und 35 Meter. Wir hatten knapp 12 Meter Sicht. Ein wunderschönes gut erhaltenes Wrack, dass im innern des Motorraums einen Wels (Catfish) beheimatet. Nach dem Tauchgang gab es wie immer unsere Früchteschale mit dunkler Schokoladensauce. Nach kurzer Fahrt trafen wir bei der "American" ein. Ein Arbeitsponton das kopfüber auf ca. 25 Meter liegt. Dieses Wrack liegt genau unter der Fahrtlinie der grossen Frachter. Hier ist eine gute Tarierung angesagt, ansonsten ist der ganze Anzug voller Oelreste. Ein schönes Wrack mit viel Fischreichtum. Vorallem Zander sind uns über den Weg geschwommen. Nach dem Tauchgang hat es sich klar herausgestellt wer gut tariert war . In einem kurzen Gewittersturm sind wir zurück zum Ausgangsort gefahren. Chantale hatte das Boot auch bei schlechter Sicht, teilweise wegen dem Gewitterregen kaum 10 Meter Sicht, perfekt im Griff. Kaum hatten wir das Ufer erreicht, ging es natürlich mit den Einreiseformalitäten nach Kanada los. Nach dem extra eine Streife der Zollbehörden auf den Platz kam, durften wir uns auch schon wieder frei in Kanada bewegen. Alles in allem ein gelungener Tag mit 2 schönen Wracktauchgängen.


Letzter Tauchtag in Brockville

Freitag, 25. Juni 2010

Heute haben wir die Rosinen, aus den Wracks die vor Brockville liegen, herausgepickt. Als erstes ging es zur "Daryaw". Die Strömung hat nochmals leicht zugenommen. Der Tauchgang war aber ohne Probleme machbar. Vorstoss ins Innere des Wracks bis hinauf zum Maschienenraum. Schade dass es für dieses Jahr schon wieder das letzte Mal war. Zum Mittagessen gab es unsere obligaten Früchte mit dunkler Schokoladensauce und als Krönung des Tages "Schwänze" (Shrimps).

Der zweite Tauchgang führte uns zur "Lillie Parson", mein persöhnlicher Favorit unter den Wracks vor Brockville. Vorstoss ins Innere vom Heck bis zum Bug. Nachher liessen wir uns in der Strömung an den Inseln forbei treiben. Es ging recht schön ab. Habe es mir aber etwas heftiger vorgestellt, weil die Strömung in den letzten Tagen ja immer mehr zugenommen hat. Am Schluss überfuhr uns noch ein grosser Frachter. Na dass hat gerumpelt unter Wasser. Ich konnte gleich danach auftauchen und ein Foto schiessen. Sehr eindrücklich .

Morgen fahren wir den langen Weg nach Rimouski an unser Abenteuer Höhepunkt . Der Tauchgang an der "Empress of Ireland".


In Rimouski angekommen

Montag, 28. Juni 2010

Nach rund 8 Studen Fahrt sind wir müde aber gut in Rimouski angekommen. Unser Motel liegt ca. 100 Meter vor dem brümten "Father-Point". Der Funkstation die, die letzen Funksprüche von der "Empress of Ireland" aufgefangen hatte. Mit dem Zimmerbezug gab es eine kleine Fehlbuchung. Wir durften die erste Nacht in einem grossen Wohnwagen verbringen .
Am Morgen nach einem kräftigen Frühstück ging es in das Museum der "Empress of Ireland". Sie zeigten neben einem Film einige gefundene Gegenstände aus der Empress und Dokumente. Es gab richtig Lust auf den Tauchgang den wir auf Dienstag und Mittwoch geplant haben. Das Wetter soll einigermassen sein. Die Empress liegt gut 12 km vom "Father-Point" entfernt. Je nach Wetter kann dies ein langer Tripp werden. Wir freuen uns darauf .


Die "Empress of Ireland"

Freitag, 2. Juli 2010

Die "Empress" wehrt sich mit allen Händen von uns betaucht zu werden. Im gesamten haben wir für einen Tauchgang 3 Versuche gestartet. Zwei mal mussten wir wegen zu starkem Wind und zu hohen Wellen kurz vor der Boje umkehren. Doch einmal hat es für Timo und Rolf gereicht. Nach stürmischer Fahrt erreichten wir die Boje 12 km von unserem Ausgangshafen "Rimouski" entfernt und ich half unserem Käpten "Ive" bei hohem Wellengang seine "Gabrielle C" zu befestigen. Da die hohen Wellen schon bei der Hinfahrt ihr Beitrag dazu gaben, dass ich mich in der Magengegend nicht unbedingt wohl fühlte war es für mich nach der Befestigungsaktion aus für diesen Tauchgang. Die Seekrankheit hatte mich übermannt .

Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!

Für Timo und Rolf war es ein eindrücklicher Tauchgang der sicherlich lange in Ihrer Erinnerung bleiben wird.


Und schon ist unsere Abenteuerreise fast zu Ende.

Freitag, 2. Juli 2010

(Blick aus unserem Motelzimmer auf den Leuchtturm Pointe-au-Père "Father Point"

Nach unserer Rückreise von Rimouski QE nach Prescott ON konnten wir wieder unsere Suite beziehen. Morgen, nachdem wir alle unsere Sachen erledigt haben, sind wir bei Heidi, Willy und Familie in Alfred ON zum BBQ eingeladen. Wir freuen uns auf diesen sicher lustigen Abend.

Rolf und ich haben sich es nicht nehmen lassen, am Nationalfeiertag 1. Juli das Feuerwerk in Brockville anzuschauen und noch ein Bier zu geniessen.

Dies sind die letzen geschriebenen Worte in diesem Blog über unsere gelungene Abenteuerreise in Kanada.

Ihr könnt bald einen Bericht und natürlich viele Fotos auf meiner Homepage anschauen. Freue mich auf zahlreiche Besuche.


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